Aufgaben des Hauptsees der Rurtalsperre

Wie die meisten Talsperren des Nordeifelraumes hat auch die Rurtalsperre Schwammenauel vielfältige Aufgaben zu erfüllen. Als größter Wasserspeicher im Rurlauf liegt seine Bedeutung in erster Linie auf dem Ausgleich der Wasserführung in der Rur. Hochwässer werden aufgefangen, eine Zeit lang gespeichert und in Trockenzeiten gezielt an die Rur abgegeben, so dass der Wasserstrom gegenüber den natürlichen Verhältnissen deutlich gleichmäßiger fließt, was der Düren-Jülicher Industrie und Landwirtschaft zugute kommt und Hochwasserschäden an der Rur und in der Ruraue verhindert bzw. reduziert.




 

Desweiteren wird in einem Wasserkraftwerk am Staudamm Schwammenauel Strom erzeugt.

Der Wassersport ist auf dem Hauptsee der Rurtalsperre erlaubt und wird in sehr unterschiedlichen Disziplinen gerne wahrgenommen. Eine Fahrgastschifffahrt verkehrt auf dem Hauptsee und dem Obersee der Rurtalsperre.




 

Ein paar Daten zum Hauptsee:
Die Länge beträgt 16 km vom Staudamm Schwammenauel bis zum Paulushofdamm in Rurberg, gemessen am alten Rurverlauf. Die maximale Breite bei Vollstau beträgt 2,12 km, wobei sich diese Breite selten ergibt. In der Saison bewegt sich diese je nach Wasserstand zwischen 1,8 km und 1,5 km. Die Wasserfläche beträgt bei Vollstau ca. 8 qkm. Der maximale Stauinhalt beträt 205 Mio. cbm. Im Winter werden rund 1 Mio. cbm zum Hochwasserschutz freigehalten.




 

Das entspricht in etwa einem Pegelstand von ca. 12m unter Stauziel. Diesen Pegel erreicht die Talsperre in der Regel bis zum 01.12. eines Jahres. Die Winterniederschläge sorgen dafür, dass der See im Frühjahr bis auf ca. 3m bis 5m unter Stauziel gefüllt ist. Danach entscheidet der Sommer über den Wasserstand. Ein nasses Frühjahr oder Sommer sorgen für einen steigenden oder eher gleichbleibenden Wasserstand, ein schöner Sommer für langsam aber stetig fallenden Wasserstand.




 

Der Wasserverband Eifel/Rur gibt das Wasser nach bestimmten vorgegebenen Werten an die Rur ab. Nur wenn im Frühjahr starke Niederschläge einsetzen und die Gefahr des Überlaufens besteht, wird die Abgabe an die Rur erhöht (wenn diese nicht schon bis zur Halskrause gefüllt ist).




 

Der See hat eine maximale Wassertiefe am Staudamm Schwammenauel von 68,5m, diese reduziert sich bis Rurberg auf 19,5m. Solange der Wasserstand nicht ca. 16m unter Stauziel fällt, können alle Steganlagen betrieben werden. Danach fallen die ersten in Rurberg und Woffelsbach trocken. Dagegen ist das Segeln in Eschauel und Schwammenauel selbst bei einem Wasserstand von ca. 25m unter Stauziel noch gut möglich. Dieses Extrem hatten wir zuletzt 1996. Seit 2002 bewegte sich der Wasserstand im oben beschriebenen Bereich.




 





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